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- Wühltisch - Man liest irgendwo etwas
über interessante Patente, aber meistens steht keine
Patentnummer dabei. ----- A ----- Zu den größten Erfindungen, vielleicht nicht was ihre Bedeutung, sondern ihre tatsächliche Größe angeht gehört das Autobahnkreuz, in Österreich Knoten, in der Schweiz Verzweigung genannt. Der Amerikaner Arthur Hale erhielt am 29. Februar 1916 das US Patent 1173505, "Street Crossing" für die Kleeblattkreuzung. Quelle: http://www.members.a1.net/wabweb/history/knoten.htm ----- B ----- LEVIS gehört neben ELVIS zu den tragenden Säulen der US-Kultur. Levi Strauss, in Bayern geboren, nach Amerika ausgewandert, erhält dort am 20.05.1873zusammen mit Jacob W. Davis das US Patent 139121 für "Improvement in fastening pocket-openings" - der Siegeszug der Blue Jeans war nicht mehr aufzuhalten. (www.germanheritage.com) __________________________________________________________________________________ "Von Braun was the alchemist who
could turn science fiction into science fact",
geschrieben hat das Eugene Cernan, Apollo 17 Astronaut
und bislang letzter Mensch auf dem Mond in seinem Buch
"The last man on the moon". ----- C ----- Die Coca-Cola Company
suchte im Jahr 1915 eine unverwechselbare Flaschenform
und trat an mehrere Glashersteller heran. Der Entwurf der
"Root Glass Company" aus Terre Haute, Indiana
fand Zustimmung. Das Design ließ sich die Glasfirma auch
schützen, US Design Patent 48160, "Design for a
bottle or similar article" angemeldet am 18. August
1915, erteilt am 16. November 1915. Erfinder ist
Alexander Samuelson, übrigens ein gebürtiger Schwede. http://hem.passagen.se/cokeisit/bottle.html "Lincoln mag allen
Menschen die Freiheit gegeben haben, aber Sam Colt machte
sie gleich" (Abe Lincoln may have freed all men, but
Sam Colt made them equal) so steht es auf der Homepage
der Firma Colt's Manufacturing Company LLC. ----- D ----- Ein Doppeldecker
ist ein Flugzeug, bei dem sich zwei Flügel übereinander
befinden. ----- E ----- Am 23. Juni 1902 begann Albert
Einstein am Eidgenössischen Amt für geistiges
Eigentum in Bern seine Tätigkeit als technischer Experte
III. Klasse. Da es über seine Zeit als Patentprüfer
viele Seiten im Internet gibt, hier nur ein kleiner
Überblick: Einstein / Szilard Patent, Titel:
Kompressor: Deutschland, Nr. 565614 Auch als Patentgutachter betätigte
sich Einstein: |
----- F----- 18.02.1879 Mit der Nummer 11023 erschien ein US Design Patent für einen auch heute noch weltbekannten Entwurf: Auguste Bartholdi, of Paris, France, erhielt es für "Design for a Statue". Gemeint ist die Freiheitsstatue in New York, representing "Liberty enlightening the world" wie es im Text des Patents heißt. (Bei depatisnet gibt es vier Treffer, es ist die Nr. 1, mit dem Schriftenartencode S) ----- G----- Am 31. Dezember 2008 wurde das US
Finanzministerium zu einem der weltweit größten Inhaber
von Patenten aus der Automobiltechnik. An diesem Tag
übertrug die General Motors Corporation
aus Detroit bzw. ihre Patentverwertungssparte GM
GTO (GM Global Technology Operations Inc.) über
5700 US Patente und Patentanmeldungen ihm Rahmen eines
Abkommens (Loan and Security Agreement) auf das United
States Department of the Treasury. Diese
Sicherungsleistung war Teil der Auflagen der Regierung,
um an einige Milliarden Dollar Staatshilfen zu kommen.
Siehe auch: http://www.treas.gov/initiatives/eesa/agreements/GM%20Agreement%20Dated%2031%20December%202008.pdf, Dateigröße 6 MB, und Datenbank
des US Patentamts) ----- I----- Infringement, auf
Deutsch "Patentverletzung". Hat ein US
Geheimdienst eine deutsche Firma ausspioniert? Im Februar 1991 meldete die Kalifornische
Firma U.S. Windpower, Inc. ein amerikanisches Patent an
mit dem Titel "Variable Speed Wind Turbine".
Ebenfalls 1991 begann die Firma Enercon GmbH aus Aurich
in Niedersachsen ihre 500 kW Windenergie Anlage
"E-40" zu entwickeln. Ein Patentverletzungsstreit wie er
ständig vorkommt? Wenn die Amis wirklich spioniert hätten, warum haben sie dann Technik patentiert, die nach Ansicht von Enercon bereits aus der Fachliteratur bekannt war und sich ausserdem von jener unterschied, die bei Enercon verwendet wurde? Mein Fazit: Die Niedersachsen haben es
bei ihrem USA Engagement schlicht versäumt, sich
frühzeitig über mögliche Schutzrechtsverletzungen zu
informieren. Man hat aber daraus gelernt. Der
Geschäftsführer der Firma hat sein erstes US Patent
1998 angemeldet, bis jetzt verzeichnen die
Patentdatenbanken weit über 200 weitere US Anmeldungen
und erteilte Patente. (In einer gemeinsamen Presseerklärung
am 10.05.2004 gaben die Enercon GmbH und die General
Electric Company bekannt, ihre Patentrechtsstreitigkeiten
im Wege einer Kreuzlizenz auf einer weltweiten und
langfristigen Basis beigelegt zu haben.) Zum Weiterlesen: Webseite der Enercon GmbH , Enercon
Magazin "Windblatt"
2/2003 (1,09 MB) ----- J ----- Eine Patentanmeldung in den USA muss eine Erfindererklärung beinhalten. In dieser "Declaration" muss der Anmelder mit seiner Unterschrift bestätigen, dass er überzeugt ist, der wirkliche Erfinder zu sein. Beispiel:
Der Erfinder, der hier am 25.08.1992
unterzeichnet hat, ist der leider früh verstorbene King
of Pop, Michael Jackson. ----- L ----- Wäre es nicht schön wenn man
vorhersagen könnte, wer an der Börse gewinnen oder
verlieren wird? Oder, auf englisch: "Methods and
systems for analyzing and predicting market winners and
losers", so der Titel des US Patents 7263502 B1,
erteilt am 28.08.2007, (damaliger) Patentinhaber Lehman
Brothers Inc. New York. Genau, jene Lehman Bank,
die im Jahr 2008 Insolvenz anmelden musste. Heinrich Lübke
war von 1959 - 1969 der zweite Bundespräsident der
Bundesrepublik. Seit 1926 war er Geschäftsführendes
Vorstandsmitglied der Deutschen Bauernschaft, diese
Organisation wurde 1933 aufgelöst. Im Januar 1936,
wenige Monate nachdem er aus der Untersuchungshaft kam,
meldete er das deutsche Patent 661767 an: "Verfahren
zur Herstellung eines Saatbandes", es wurde am 2.
Juni 1938 erteilt. Abraham Lincoln, von 1861 bis 1865 16. Präsident der USA, erhielt das US Patent 6469 für "Buoying Vessels Over Shoals", 22 Mai 1849, angemeldet am 10. März 1849 ----- M----- Wer Modelleisenbahnen mag kennt die schwäbische Firma Gebr. Märklin & Cie GmbH. Anfangs wurden die Spielzeugbahnen noch von Uhrwerken angetrieben, von Märklin patentiert als "Antrieb für Spielfahrzeuge" am 31. August 1905 im DE Patent 173717. Andere wurden mit Dampfkraft betrieben, siehe z.B. das DE Patent 323232 "Spielzeugdampfmaschine mit Kessel" vom 16.April 1919. __________________________________________________________________________________ Bei der Bedienung eines Computers, um z.B. so eine komische Webseite zu erstellen, benutzt man auch eine Maus. Douglas C. Engelbart aus Palo Alto, California, hat dieses Gerät 21. Juni 1967 zum Patent angemeldet: US 3541541, Titel: "X-Y position indicator for a display system". Erteilt wurde es am 17. November 1970. ----- N----- Der Harvard Professor Louis Frederick Fieser (1899-1977) meldete am 1. November 1943 beim US Patentamt eine Erfindung an auf die die Welt gewartet hat. US 2606107, Titel "Incendiary Gels", dem Laien besser bekannt unter dem Namen Napalm, gebildet aus den Worten Naphtensäure und Palmitinsäure. Im ersten Absatz der Patentbeschreibung verzichtet Fieser auf Einkünfte aus seiner Erfindung wenn sie für Zwecke der Regierung eingesetzt wird. Das tat sie dann auch im zweiten Weltkrieg und vor allem im Vietnam Krieg. _________________________________________ Der Nobelpreis für
Physik ging im Jahr 2007 an Prof. Dr. Peter Grünberg aus
Jülich und Albert Fert von der Universität Paris. Prof.
Grünberg hatte bis dahin 23 Patente und
Patentanmeldungen, sein Kollege aus Frankreich bringt es
auf 22 Patente und Anmeldungen. ----- P ----- Jeder hat schon einmal einen Papierflieger
gefaltet. Aber Dennis L. Moorhead aus St. Louis hat
seinen "Gleitflieger aus gefaltetem Material"
im Januar 1907 in Deutschland zum Patent angemeldet, DE
202334, auch in England, GB 2217 (zur Suche in espacenet
GB 190702217 eingeben) und zuerst in seinem Heimatland,
den USA am 30.11.1906, US 865419. Wer weitere
Papierflieger Patente finden will, kann die IPC Klasse
A63H 27/16 "durch Falten aus Papier hergestellte
fliegende Spielzeuge" durchsuchen. 22.07.1873 US Patent Nr. 141072, Louis
Pasteur, of Paris, France, "Improvement in
the manufacture of beer and yeast" Wir haben hier
eines der ersten Biotech Patente. Zwanzig Jahre bevor Thomas Alva Edison
den Phonograph erfand, erhielt Édouard-Léon Scott de
Martinville am 25. März 1857 das französische Patent
17897 für den Phonautograph. In zahlreichen Kinderzimmern finden sich die kleinen Playmobil Figuren. Das Spielzeugfigur Patent wurde von der Firma Geobra Brandstätter GmbH & Co. KG aus Zirndorf 1972 angemeldet und mit der Nummer DE 2205525 C2 vom Patentamt am 23.06.1981 erteilt. ----- R ----- Im § 36 der deutschen Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) steht: "Als Luftreifen gelten Reifen, deren Arbeitsvermögen überwiegend durch den Überdruck des eingeschlossenen Luftinhalts bestimmt wird." So einen Reifen meldete Robert William Thomson am 10.12.1845 in England an. Nr. GB 10990 von 1845. Dieses Patent scheint wohl nicht richtig gewürdigt worden zu sein, den John Boyd Dunlop reichte sein Patent Nr. GB 10607 im Jahr 1888 ein, obwohl es sich nicht besonders vom Thomson Patent unterschied. |
----- S ----- "Wenn
du als Erster einen Einfall hast und du lässt ihn
patentieren, so ist er dein" sagt der
Geschäftsmann in Kapitel XIII von "Der Kleine
Prinz". Scientology....Auf
die "Church of Scientology International", Los
Angeles, sind drei US Patente eingetragen:
__________________________________________________________________________________ Der Sicherheitsgurt
im Auto hat vielen Menschen das Leben gerettet. __________________________________________________________________________________ Den Kleinwagen SMART
kennen die meisten. __________________________________________________________________________________ 13.06.1981 Der
Schauspieler Carlo Pedersoli, bekannter unter seinem
Künstlernamen Bud Spencer, meldet DE
3123603 A1 an, ein Jagdgewehr. Später, 1990, noch ein
Türschloß, DE 4009764 A1. ----- W----- 05.01.1769 (eingetragen 29.04.) James
Watt erhält das englisches Patent 913
für die Verbesserung der Dampfmaschine. Hier ein PDF von
Watt's Specification,
(Dateigröße 0,97 MB). "Whisky
trinken ist bei uns nie sehr populär gewesen und wird es
wohl auch nie werden" erzählt Deutschlands
bekanntester Barkeeper, Charles Schumann, über die
Gewohnheiten seiner Gäste. ("Schumann's
Barbuch", Wilhelm Heyne Verlag, 1984) und lässt uns
wissen: "Ich persönlich trinke am liebsten
Irish-Whiskey, pur mit einem Glas Eiswasser". ----- Z ----- Am 02. Juli 1900 stieg LZ 1, das erste Luftschiff des Grafen Zeppelin, vom Bodensee auf. Ferdinand Graf von Zeppelin (1838 - 1917) erhielt das DE Patent 98580 "Lenkbarer Luftfahrzug mit mehreren hinter einander angeordneten Tragkörpern". Patentiert vom 31.08.1895 ab, ausgegeben am 13.08.1898. Und das Zusatz Patent DE 103569, patentiert ab 28.12.1897 mit dem Titel "Luftfahrzeug mit verschiebbaren Schlepptauen". Man beachte die Worte Luftfahrzug und später Luftfahrzeug. Eingeteilt wurden die Zeppelin Patente in der Klasse 77, sie umfasste "Sport, Spiele, Spielzeuge, Volksbelustigung, Lufschifffahrt" _________________________________________________________________________________ Zippo Feuerzeuge sind beliebte Sammlerobjekte. In Bradford, Pennsylvania begann George G. Blaisdell dieses Feuerzeug zu entwickeln, in einer Garage, wie es sich für erfolgreiche US-Unternehmen gehört. Das war 1932. Das Zippo Patent US 2032695 (pocket lighter) wurde am 17.05.1934 angemeldet und am 03.03.1936 erteilt. |
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Hier noch einige Ereignisse, die mir irgendwie untergekommen sind. Sie stehen nicht unbedingt in Zusammenhang und sind lediglich chronologisch geordnet. Vielleicht wird aus der einen oder anderen Begebenheit mal eine ganze Seite. Quelle, falls nicht anders angegeben: Faltblatt des DPMA zur Ausstellung 125 Jahre Patentamt (2002) und DPMA Jahresberichte. 20.03.1883 Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums (PVÜ). 01.10.1891 das Gesetz
betreffend den Schutz von Gebrauchsmustern vom 1.Juni
tritt in Kraft. 12.05.1894 das Gesetz zum Schutz der Warenbezeichnungen wird erlassen. 01.10.1894 PERKEO heißt das erste, beim Kaiserlichen Patentamt angemeldete Warenzeichen. (Quelle: Info beim Tag der offenen Tür des DPMA, 2003) 1899 wurde ASPIRIN® in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes in Berlin aufgenommen. 1899 "Alles, was erfunden
werden kann, ist erfunden worden" soll in
jenem Jahr Charles H. Duell vom US
Patent Office resigniert festgestellt haben. Bei Gast
Reden zu Patent Themen gerne "zitiert", aber
bereits vom Journal of the Patent Office Society,
Juli, 1940, Seite 479 - 481 stark bezweifelt: "Documents
have not yet been found to establish the identity of the
mysterious clerk, or examiner, or congressman, who
thought all invention was a thing of the past." |
21.05.1900 das Gesetz betreffend die Patentanwälte tritt in Kraft, das Patentamt führt die Liste der berufsmäßigen Vertreter in Verfahren vor dem Patentamt. 1917 Zuordnung des Kaiserlichen Patentamts zum Reichsjustizamt (vorher: Reichsamt des Inneren). 1919 Umbenennung des Kaiserlichen Patentamts in Reichspatentamt. 1923 Durch das Gebührengesetz vom 09.07.1923 wurde die gesetzliche Patentdauer von 15 auf 18 Jahre erhöht. (Quelle: Busse Patentgesetz und Gebrauchsmustergesetz..., Dr. Rudolf Busse, Werner Althammer, Gernot Kaube, Vierte Auflage, 1972, Seite 14) 1927 Freda Wuesthoff wird die erste deutsche Patentanwältin, und bleibt die einzige bis 1950. (Quelle: Günther Berthold, Freda Wuesthoff - Eine Faszination, Herder Verlag, 1982) Sie starb 1956, die Kanzlei Wuesthoff & Wuesthoff gibt es heute noch. 10.06.1927 Zum 50jährigen Bestehen des Patentamtes gratuliert auch Thomas A. Edison: "...As you are aware, I have had many dealings with the German Patent Office, and I can only speak in the highest terms of praise and satisfaction of the intelligent, efficient and fair treatment that I have always received, and I believe that this treatment is accorded to all others...." (Quelle: Mitteilungen vom Verband deutscher Patentanwälte, Nr.12, Seite 218, 1927) 28.09.1933 Das Patentanwaltsgesetz wird neu gefasst und die Patentanwaltskammer geschaffen. 22.01.1937 Das Wort Handy
wird als Marke, damals noch Warenzeichen genannt,
eingetragen: Klasse 4 (Taschenlampen), Nr. 490740,
E 25474 "Daimon Handy" Elektrotechnische Fabrik
Schmidt & Co. GmbH, Berlin (Quelle:
Warenzeichenblatt, Heft 4, vom 27.02.1937) 31.10.1938 Sechste Verordnung zum Reichsbürgergesetz, § 1 (1) Juden ist der Beruf des Patentanwalts verschlossen... (Quelle: PMZ Nr. 11, 1938, Seite 230) 29.01.1944 Die Vorderfront des Reichspatentamts wurde von 2 schweren Sprengbomben getroffen, die Hauptkanzlei am 30. Januar von mehreren Phosphorkanistern. (Quelle: "Das Patentamt im Jahre 1944", aus: DPMA Jahresbericht 1987) 1945 Das Reichspatentamt stellt seine Tätigkeit ein, patentamtslose Zeit bis 30.09.1949 1945 Die Siegermächte
setzen folgende Dienste ein, welche sich mit deutschen
Patenten und Forschung befassten : B.I.O.S ( British
Intelligence Objectives Sub-Committee), C.I.O.S (Combined
Intelligence Objectives Sub-Committe), F.I.A.T. (Field
Information Agency, Technical) und J.I.O.A. (Joint
Intelligence Objectives Agency). [C.I.A. war nicht
beteiligt, da erst 1947 gegründet] 146.000 unerledigte
Patentanmeldungen und ungedruckte Patentschriften wurden
auf Veranlassung der F.I.A.T. verfilmt. 01.10.1949 Eröffnung des Deutschen Patentamts (DPA) - zunächst im Deutschen Museum- in München. 1950 / 1951 Einrichtung der Dienststelle Berlin im ehemaligen Reichspatentamt. 02.05.1951 In ständigem
Ringen um die Erfüllung des Plansolls erteilt das Amt
für Erfindungs- und Patentwesen die erste Patentschrift
der DDR, Nr. 1 an Theodor Waag aus Jena,
für ein Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von
Eisenoxyd-Pigmenten und Titanverbindungen 1954 / 1959 Neubau der Dienstgebäude des DPA in der Zweibrückenstraße in München 01.10.1957 Das Gesetz über Arbeitnehmererfindungen vom 25. Juli tritt in Kraft. 01.07.1961 Gründung des Bundespatentgerichts mit Sitz im Gebäude des DPA in München. 10.09. - 05.10.1973 Tagung der Münchner Diplomatischen Konferenz über die Einführung eines europäischen Patenterteilungsverfahren im Münchner Maximilianeum, dem Sitz des bayerischen Landtages. 05. Oktober 1973, das Übereinkommen über die Erteilung europäischer Patente wird unterzeichnet. (Quelle: GRUR Int. 1973, Seite 605) 1975 Einführung der internationalen Patentklassifikation IPC. 07.10.1977 Das Europäische Patentübereinkommen tritt in Kraft. 1979 Damals war eine Plattenspeicherkapazität von 2,3 Megabyte noch was. So viel hatte das neue Computersystem Sperry Univac 1100/61 welches vom Patentamt erworben wurde. (Quelle: Sperry Univac Informationen 6/1979) 01.04.1979 Einführung der Dienstleistungsmarke. |
18.08.1980 Patentamt bekommt sein erstes Fax-Gerät. Im Rahmen des Telefax-Dienstes der Deutschen Bundespost wird im Patentamt versuchsweise ein Fernkopierer in Betrieb genommen. (Quelle: PMZ, Oktober1980, Seite 297) 01.07.1988 Dienststelle Berlin übernimmt von den Amtsgerichten die Zuständigkeit für Geschmacksmuster und Typographische Schriftzeichen. 24.11.1994 Das Deutsche Patentamt veröffentlicht seine Patentdokumente erstmals auf CD- genannt DEPAROM (Jahresbericht DPMA 2004, Rückblick) 01.01.1995 Das neue Markengesetz tritt in Kraft. 01.09.1998 Beschluss der Föderalismuskommision: Dienststelle Berlin wird nach Jena verlagert. 01.11.1998 Umbenennung des DPA in Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA). März 1999 In der Auslegehalle des DPMA in München wird ein Dutzend DEPATIS Stationen aufgestellt. (siehe DPMA Jahresbericht 1999) 01.04.2001 DEPATISnet - das Deutsche Patentinformationssystem im Internet. 2001 Abschluss der Generalsanierung des DPMA Hauptgebäudes in München. 01.01.2002 Gesetz zur Gebührenstrukturreform auf dem Gebiet des geistigen Eigentums tritt in Kraft. 2002 125 Jahre Deutsches Patent- und Markenamt. 04.07.2002 um 17:07 Uhr: Die erste elektronische Anmeldung mit Echtdaten erreicht das DPMA. Die Daten waren digital signiert und verschlüsselt. Anmelder war die Firma Siemens. Die online Übermittlung hatte lediglich den Status eines technischen Tests, die gleichzeitig in Papierform eingereichte Anmeldung erhielt das Aktenzeichen 10230170. (Quelle: DPMA, Elektronische Anmeldung für Schutzrechte, Newsletter 4, 30.09.2002) März 2003 Die Max-Planck-Gesellschaft gründete gemeinsam mit der TU München, der Uni Augsburg und der George Washington University, Washington, D.C. das "Munich Intellectual Property Law Center (MIPLC). http://www.miplc.de 01. Januar 2004 Ein neues
Aktenzeichenformat wird eingeführt (alt: 8-stellig, neu:
12-stellig) 01.06.2004 Das neue Geschmacksmusterrecht ist in Kraft getreten. 14.09.2004 Das Deutsche Patent- und Markenamt hat den BundOnline-Star 2004 für die beste BundOnline-Dienstleistung in der Kategorie "Government-to-Citizen" wie es so schön auf deutsch heißt, erhalten. Bundesinnenminister Otto Schily zeichnete die neue Internetplattform "DPMApublikationen" aus. 11.10.2005 DPMAkurier - ein neuer kostenloser Dienst des Deutschen Patent- und Markenamtes: Amtliche Publikationen des DPMA oder Änderungen zu Rechts- und Verfahrensständen für einzelne Aktenzeichen werden per E-Mail zugesandt. (Link siehe bei 01. Januar 2004) Dezember 2005: Patentanmeldungen auf dem Gebiet der Nanotechnologie können auf esp@cenet über das neue Suchkriterium Y01N im Abfragefeld "ECLA" gefunden werden. Es gibt 6 Unterklassen, von Y01N2 "Nanobiotechnology" bis Y01N12 "Nanomagnetics". Zahlen, bitte: Im Jahr
2005 wurden vom Deutschen Patent- und Markenamt 17.425
Patente erteilt und vom Europäischen Patentamt 53.259
Patente. Im DPMA sind ca. 700 Prüfern und Prüferinnen
beschäftigt, das EPA hat ca. 3.400 Prüfer und
Prüferinnen. Ein DPMA Prüfer erteilte also knapp 25
Patente, sein EPA Kollege knapp 16. Der deutsche Prüfer
erledigte über 50 Prozent mehr als die wesentlich besser
bezahlten Kollegen und Kolleginnen vom EPA. Ist das DPMA
sorgloser bei der Erteilung? 5,5 Prozent der EPA Patente
wurden angefochten, Einspruch wurde gegen 4,9 % der
deutschen Patente erhoben. Seit dem 02. Juli 2007 kann die Beschreibung einer Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldung elektronisch nicht nur im XML- sondern auch im PDF Format beim DPMA eingereicht werden. Seit 1. Mai 2008 gilt das Londoner Übereinkommen. Die beteiligten Staaten verzichten weitgehend darauf, dass vom Europäischen Patentamt erteilte Patente in die jeweilige Landessprache übersetzt sein müssen. Patente in Europa werden billiger, da weniger Übersetzungskosten anfallen. .Und schließlich
das Patentwesen. Eine Geschichte des Patentwesens in
Deutschland gibt es noch nicht - nicht zuletzt, weil ein
pensionierter Bundespatentamts Beamter das Material
blockiert, der selber diese Geschichte schreiben will,
aber natürlich nicht schreiben kann." |
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Text geändert: 19.02.2010